MIT YOGA DIE RICHTIGE BALANCE (WIEDER-)FINDEN

mit Barbara Weiss, Kristina Weiss und Renate Miethge

Freitag, 18. – Sonntag, 20. November 2022, Irsee, Schwabenakademie

Kosten: 271 € Seminargebühr plus Unterkunft

„Balance bedeutet nicht nur Balance des Körpers. Ausgewogenheit im Körper ist die Grundlage für Ausgewogenheit im Leben.“

(B.K.S. Iyengar)

Eine achtsame und ausgewogene Yogapraxis bildet die Grundlage für körperliche und emotionale Stabilität. Sie kann in herausfordernden Lebenssituationen eine wertvolle Unterstützung sein.Im Praxisteil dieses Seminars werden wir über Asanas, Pranayamas und Meditation im Sinne von B.K.S. Iyengar unterschiedliche Aspekte der Balance erarbeiten.Der Abendvortrag beschäftigt sich mit der Frage, wie wir unsere psychische Widerstandskraft stärken und pflegen können, damit wir stets in unserem Gleichgewicht bleiben.

Hinweis: Für die Teilnahme wird Erfahrung mit Yoga oder einer anderen achtsamen Körperarbeit empfohlen. Wenn vorhanden, bitte rutschfeste Matte, Klötze, Gurt, und Yoga-Rolle mitbringen.

Weitere Informationen und Anmeldung bei der Schwabenakademie Irsee:

E-Mail: buero@schwabenakademie.de

www.schwabenakademie.de

2-TAGES-WORKSHOP MIT JAKI NETT AUS KALIFORNIEN

Samstag/Sonntag, 3./4. Dezember 2022, jeweils 9:00 – 13:00 und 15:00 – 18:00 Uhr

Kosten: 240 €

Wir freuen uns sehr, dass Jaki in diesem Jahr nach der langen Corona-Pause wieder ein intensives Wochenendseminar bei uns unterrichten wird – eine wunderbare Gelegenheit, zum Jahresausklang die eigene Übungspraxis zu vertiefen!

Jaki Nett ist eine der erfahrensten Iyengar-Yoga-Lehrerinnen Kaliforniens (Senior Level). Sie  besucht regelmäßig das RIMY-Institut in Pune, Indien.

In ihrem Unterricht ist sie präsent und eine sehr zugängliche Persönlichkeit. Sie verbindet ihr Wissen über Yoga mit funktioneller Anatomie und begeistert mit einem methodischen Unterrichtsstil.

Thematisch wird Jaki auf die Gruppe und deren Wünsche eingehen. Alle Unterrichtseinheiten beginnen mit Basiswissen und bieten Raum, Dynamik und Intensität individuell weiter zu entwickeln, sodass Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen willkommen sind.

Die Unterrichtssprache ist Englisch, es wird nicht übersetzt.

2-TAGES-WORKSHOP MIT JAKI NETT AUS KALIFORNIEN

Samstag/Sonntag, 12./13. Dezember 2022, jeweils 9:00 – 13:00 und 15:00 – 18:00 Uhr

Kosten: 240 €

Wir freuen uns sehr, dass Jaki in diesem Jahr wieder ein intensives Wochenendseminar bei uns unterrichten wird – eine wunderbare Gelegenheit, zum Jahresausklang die eigene Übungspraxis zu vertiefen!

Jaki Nett ist eine der erfahrensten Iyengar-Yoga-Lehrerinnen Kaliforniens (Senior Level). Sie  besucht regelmäßig das RIMY-Institut in Pune, Indien.

In ihrem Unterricht ist sie präsent und eine sehr zugängliche Persönlichkeit. Sie verbindet ihr Wissen über Yoga mit funktioneller Anatomie und begeistert mit einem methodischen Unterrichtsstil.

Thematisch wird Jaki auf die Gruppe und deren Wünsche eingehen. Alle Unterrichtseinheiten beginnen mit Basiswissen und bieten Raum, Dynamik und Intensität individuell weiter zu entwickeln, sodass Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen willkommen sind.

Die Unterrichtssprache ist Englisch, es wird nicht übersetzt.

B.K.S. Iyengar

B.K.S IYENGAR – EINER DER GRÖßTEN YOGA-MEISTER UNSERER ZEIT

Bildnachweis Titelbild: Dinodia Photos / Alamy Stock Foto (Original-Hintergrund bearbeitet)

»Yoga ist wie Musik: Der Rhythmus des Körpers, die Melodie des Geistes und die Harmonie der Seele erschaffen die Symphonie des Lebens.« 

– B.K.S. Iyengar –

Yoga in der Tradition nach B.K.S. Iyengar ist eine moderne Form des Hatha-Yoga, die auf seinen Begründer B.K.S. Iyengar (1918-2014) zurückgeht. Iyengar-Yoga zählt zu Hatha Yoga. einem Yoga-Weg, bei dem insbesondere die Körperarbeit im Vordergrund steht. Iyengar hat das bestehende System von Körperhaltungen (Asanas) und Atemübungen (Pranayamas) weiterentwickelt und entdeckte ihre grundlegenden anatomischen und physiologischen Prinzipien und Wirkungsweisen. Er hat mit großer Intensität geübt, geforscht und experimentiert. Diese Erfahrungen hat er in seinem 1966 veröffentlichten Buch »Licht auf Yoga« niedergeschrieben, welches auch heute noch eines der wichtigsten Nachschlagewerke für Yoga-Übende ist.

Durch seinen Schüler und Freund, den berühmten Violinist Sir Yehudi Menuhin, kam B.K.S. Iyengar in den 50-er Jahren nach Europa und brachte so seine Yoga-Methode in den Westen. 

Yoga in der Tradition nach B.K.S Iyengar zeichnet sich durch Achtsamkeit, hohe Präzision und Detailgenauigkeit bei der Ausführung der Übungen aus. Auf diese Weise können die Übungen optimal auf den Bewegungsapparat sowie die Organe – insbesondere das Atmungs- und das Herz-Kreislauf-System – wirken. Es werden diverse Hilfsmittel wie Decken, Blöcke, Gurte, Stühle, Wandseile, dicke Polsterrollen etc. eingesetzt, um die Ausrichtung individuell zu optimieren und damit ein Verständnis für die Haltungen zu schulen, um die Verweildauer in den Haltungen zu erhöhen, was wiederum die Wirksamkeit verbessern kann und um die Übungen kreativ und abwechslungsreich zu gestalten. Die Konzentration während des Übens auf die korrekte Ausrichtung in den Asanas führt zur Sammlung und lässt einen meditativen Zustand entstehen. Die Bewegungen des Geistes können damit zur Ruhe kommen. Die Yoga-Praxis wird dadurch zu einem ganzheitlichen Geschehen, da Körper, Geist und Seele integriert werden.

Bis kurz vor seinem Tod übte, forschte und unterrichtete B.K.S. Iyengar in dem 1975 von ihm gegründeten Ramamani Iyengar Memorial Yoga Institute (RIMYI) in Pune, Indien. Er hat dabei unzählige Übende aus aller Welt für seinen Ansatz begeistert. 2004 wurde er vom Time-Magazin zu einem der weltweit 100 einflussreichsten Menschen auserwählt. Im August 2014 ist B.K.S. Iyengar im Alter von 96 Jahren verstorben. Seine Tochter Geeta Iyengar, sein Sohn Prashant Iyengar sowie die Enkelin Abhijata Iyengar führen seine Arbeit und den Unterricht in seinem Institut fort. 

Yoga als Therapie

YOGA ALS THERAPIE: NEU IN DER 2. AUFLAGE

ÜBERARBEITUNG VON LUISES LEBENSWERK

In der 2017 erschienenen 2. Auflage wurde von Erik Pfeiff ein Kapitel zu Faszienarbeit mit Bausteinübungen und Asanas ergänzt. Aufgrund seiner langjährigen Arbeit als Körpertherapeut ist ihm die Arbeit mit Faszien selbstverständlich. Es wird insbesondere beschrieben, wie durch einen leicht veränderten Fokus beim Üben die Faszienstruktur differenziert angesprochen werden kann. Diesbezüglich wurden insbesondere Bewegungsabläufe mit Bausteinübungen und Asanas ergänzt, um die Faszien gezielt zu erreichen. Auch wenn Luise Wörle die Realisierung dieses Kapitels nicht mehr erleben durfte, hat sie in zahlreichen Gesprächen die Richtung dieser Ergänzungen noch maßgeblich mitbestimmt.

NACHRUF B.K.S. IYENGAR

Von Luise Wörle, September 2014

Tāḍāsana  – 3 Minuten, Uttānāsana, Adho Mukha Śvānāsana, Utthita Trikoṇāsana, Adho Mukha Śvānāsana, Uttānāsana, Tāḍāsana  – 3 Minuten, still sitzen – 5 Minuten.

Dieses Programm wurde am 26. August dieses Jahres um 17.00 von allen Iyengar-Schülern in U.S.A., die die Nachricht erhalten hatten und dazu in der Lage waren, geübt. Auch Übende vieler anderer Länder haben sich in diese Gedenkminuten an unseren hochverehrten und geliebten Lehrer eingereiht.

B.K.S. Iyengar hat am 20. August 2014 um 10 Uhr morgens sein erfülltes Leben, in dem er Millionen Menschen weltweit berührt und bereichert hat, vollendet. Er war im 96. Lebensjahr.

Bellur Krishṇamāchār Sunderrāja Iyengar wurde am 14. Dezember 1918 in Bellur, einem Dorf im südindischen Staat Mysore, dem heutigen Karnataka, geboren. Während seiner gesamten Kindheit war er unterernährt, schwach und krank. Die Ärzte gaben ihm nicht mehr als 16-18 Lebensjahre.

Eine seiner Schwestern war mit dem Yoga-Lehrer T. Krishṇamāchārya verheiratet. 1934 zog er zu seiner Schwester und wurde von seinem Schwager in Yoga eingeführt. Bereits nach 4 Monaten gab er für den Maharaja von Mysore eine Vorführung, für die er einen Preis bekam.

1935 kam B.K.S. Iyengar nach Poona. Unter schwierigsten Lebensbedingungen begann er dort, an Schulen und Colleges Yoga zu unterrichten. Sein weiteres Lernen im Yoga bestand aus viel eigenem Experimentieren. So schulte er seine Wahrnehmung für den eigenen Körper, aber auch für seine Schüler immer mehr. Bald war er auch erfolgreich mit Menschen mit verschiedenen gesundheitlichen Einschränkungen.

Nach den Jahren intensiver Asana-Praxis wollte Iyengar auch Prāṇāyāma lernen. Sein Guru unterrichtete ihn nicht, da er der Meinung war, er sei in diesem Leben dazu nicht in der Lage. So beobachtete Iyengar seinen Guru bei seiner Praxis frühmorgens durch das Schlüsselloch oder das Fenster. Er erfasste alle feinen Haltungskorrekturen und Bewegungen der Organe und des Atemtrakts.

Dann begannen lange mühsame Übungsjahre wie schon seit Jahren mit der Asana-Praxis. Da sein Guru von Ihm viele Rückwärtsbeugen verlangte, war seine ohnehin schwache Wirbelsäule sehr instabil, er konnte nicht lang sitzen. Das Problem besserte sich, als er entdeckte, dass die Vorbeugen der Wirbelsäule Stabilität gaben. Erst nach 2 Jahrzehnten unermüdlichen Übens war er in der Lage, in ein ruhiges Prāṇāyāma zu kommen.

Im Alter von 24 war seine finanzielle Situation noch so unsicher, dass er kaum das notwendigste zum Leben hatte und auch nicht den Mut hatte zu heiraten.

Doch eines Tages hatte ein Mädchen, Rama, mit ihrer Schwester einen ganzen Tag auf ihn gewartet. Iyengar empfand das als Gottes Wille und stimmte der Heirat mit Rama zu.

Damit begann für beide ein Leben der gegenseitigen Hochachtung und Unterstützung. Rama lernte in kurzer Zeit sehr viel für ihre eigene Yoga-Praxis und unterstützte ihren Mann unermüdlich bei seiner Arbeit. Sie wurde auch eine wunderbare Lehrerin für Frauenklassen.

Sie bekamen 6 Kinder, von denen uns Geeta und Prashant sehr vertraut sind, die anderen Töchter haben Familien bekommen. Die Enkelin Abhijata, führt inzwischen das Werk ihres Großvaters würdig weiter.

Trotz seiner totalen Hingabe zum Yoga , zum Unterrichten und zu seinen Schülern war Iyengar immer voll für seine Familie da und offen für Freunde.

Als die Lebensumstände etwas leichter geworden waren, ist Iyengars Frau verstorben. Er hat sie sein ganzes Leben lang in seinem Herzen getragen, ist ihr treu geblieben und hat ihr das Institut gewidmet, das bald nach ihrem Tod erbaut wurde: Ramamani Iyengar Memorial Yoga Institute.

In den 50-er Jahren brachte Yehudi Menuhin Iyengar in die Schweiz, damit wurde Iyengar in Europa und bald auch in vielen anderen Kontinenten bekannt und geschätzt. „Iyengar-Yoga“ breitete sich immer mehr aus. Für ihn selbst gab es kein Iyengar-Yoga, nur reinen, traditionellen Yoga. Er wollte uns allen nur die tiefen, verborgenen Qualitäten des Yoga bewusst machen.

In seinem eigenen Üben vereinte er alle 8 Stufen der Yoga-Sutras, in jedem Asana leuchten alle anderen Stufen auf. Das hat er uns auch vermittelt. Der Körper ist der Tempel der Seele, in seinem Unterricht hat Iyengar sich unermüdlich eingesetzt, bei seinen Schülern diesen Tempel und den Geist wach, klar und lebendig zu halten.

Er war ein strenger Lehrer und hat gleichzeitig sehr viel Liebe gegeben.

Ich würde gerne mit einigen persönlichen Erlebnissen schließen.

Ende der 70-er Jahre war ich zum ersten Mal in seinem Institut. Ich wollte ihn gerne persönlich erleben, nachdem ich bei Schülern von ihm Unterricht hatte und mehrere Jahre nach seinem Buch „Licht auf Yoga“ geübt hatte.

Seine Gruppen waren damals sehr überschaubar, er korrigierte alle persönlich.

So lernte ich viel, musste aber auch viel und z.T. harte Kritik über mich ergehen lassen. Am Ende der 4 Wochen dachte ich, es war eine wichtige Erfahrung, aber ich bin doch nicht geeignet für die Yoga-Praxis.

Als ich mich am letzten Tag bei ihm bedankte und verabschiedete, begegnete er mir sehr freundlich: „well done, next time you can come for an Intensive Course“

So war ich 2 Jahre später im Intensivkurs im Ramamani Iyengar Memorial Yoga Institute. Iyengars Unterricht war authentisch und von bedingungsloser Hingabe und Begeisterung geprägt. Er verlangte aber auch von uns Schülern dass wir uns bedingungslos auf das Üben einließen. Einmal gab er mir eine Serie von Handstand, Brücke, Tadasana. Ich sollte das 12 mal hintereinander machen. Nach dem zehnten Mal meldete mein Ego, dass es genug sei. Iyengar blieb bei mir stehen und sagte energisch aber gleichzeitig ermunternd: „two more (noch 2 mal)“. Was ich nicht für möglich hielt, ging dann doch. Ich wiederholte die 3 Asanas noch 2 mal. Statt noch einmal aus der Brücke aufzustehen, blieb ich kurz auf dem Boden liegen. Mit einem strahlenden Lächeln sagte er mir: „this is to be completely purified“ (das ist für die völlige Reinigung – so fühlte ich mich auch danach).

Ein wichtiger Lernschritt für mein weiteres Leben war, zu erkennen, dass ich noch Kraft habe, auch wenn ich denke, es geht nicht mehr.

Nach diesem Intensivkurs erlaubte mir Iyengar, in seinem Namen zu unterrichten und Lehrer auszubilden. Damit wurde mein persönlicher Weg auch zum Beruf, was ich vorher nie geplant hatte. Die Balance zwischen eigenem Üben, Yoga unterrichten und allen anderen Aufgaben des Lebens fordert mich auch nach 40 Jahren jeden Tag wieder aufs Neue heraus. Für B.K.S. Iyengar empfinde ich ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit, dass er mir diesen Weg gezeigt hat.

YOGA ALS THERAPIE: PRAKTISCHE ÜBUNGEN FÜR GESUNDHEIT UND WOHLBEFINDEN

Originaltitel: »Yoga as therapeutic exercise«

Mit Geleitworten von B.K.S. Iyengar und L. Hartman

In diesem Buch beschreiben Luise Wörle und Erik Pfeiff Yoga im therapeutischen Kontext. Es richtet sich an alle, die Yoga verantwortungsvoll unterrichten und üben. Auch für den therapeutischen Bereich bietet es eine Fülle von Anregungen.

Im Zentrum stehen detaillierte Übungsbeschreibungen mit über 300 präzisen Fotos. Neben klassischen Asanas finden sich kreative Bausteinübungen zur Mobilisierung und Kräftigung bestimmter Körperbereiche. Besonderer Wert wird auf Koordination, Gleichgewicht, gute Atmung und achtsames Üben gelegt.

Der dargestellte Übungsansatz eignet sich für alle Altersgruppen wie auch für Übende mit gesundheitlichen Einschränkungen.

Die englische Originalausgabe ist im Jahr 2010 erschienen. Zwei Jahre später wurde nun die deutsche Ausführung veröffentlicht.

»Ich bin mir sicher, dass dieses Handbuch mit neuem Wissen dazu beitragen wird, das Bewusstsein für Yoga als heilende Kunst und Wissenschaft zu erweitern.«

-aus dem Geleitwort von B.K.S. Iyengar-

»Dieses Buch verbindet die diagnostischen Werkzeuge der manuellen Behandlungsmethoden mit einer großen Bandbreite an Bausteinübungen. Es führt die Leser in kleinen Schritten zu komplexeren Aufgaben und vertieft ihr Verständnis für die Praxis.«

-aus dem Geleitwort von Prof. Laurie Hartman-